Kraftwerke
Unsere Anlagen
Seit den 80er-Jahren setzt Kassel in großem Stil auf Fernwärme. Bereits ein Drittel des gesamten Wärmebedarfs in Haushalten, Gewerbe- und Industriebetrieben stammt aus unseren Anlagen vor Ort. Durch moderne Turbinen sind die Kraftwerke flexibel fahrbar und können je nach Bedarf die Strom- und Wärmeauskopplung anpassen. Ein Meilenstein auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Energiegewinnung ist die vollständige Umstellung des Kraftwerks in der Dennhäuser Straße auf Klärschlamm und Altholz. Ziel ist es, den Kohleausstieg im Jahr 2026 zu realisieren.
Insgesamt drei unserer Anlagen erzeugen Strom und Fernwärme in Kraft-Wärme-Kopplung, das Wasserkraftwerk an der Fulda dient allein der Stromerzeugung. Die Heizwerke Brückenhof, Mittelfeld und Losse werden vor allem zur Spitzenlastabdeckung eingesetzt.
| Brennstoffe | seit 2016: Brennstoffe biogenen Ursprungs, bis max. 2025: Braunkohle, Steinkohle |
| Baujahr | 1987 |
| Elektrische Leistung | 38,0 MW |
| Thermische Leistung | 80,0 MW |
| Brennstoffausnutzungsgrad | 82,4 Prozent* |
Das Kraftwerk wird mittels Kraft-Wärme-Kopplung mit zirkulierender atmosphärischer Wirbelschicht betrieben. Der Leitstand ist in die Zentralwarte des Standorts integriert. Schon seit 2016 wird im Fernwärmekraftwerk Kassel teilentwässerter Klärschlamm verbrannt. Seit der Inbetriebnahme der Klärschlammbandtrocknungsanlage 2020 kommt zudem getrockneter Klärschlamm zum Einsatz.
Die Klärschlammtrocknung ermöglicht es, in Kombination mit einer neuen Entnahmekondensationsturbine, den biogenen Brennstoff Klärschlamm künftig ganzjährig im Kraftwerk einzusetzen. Der Trocknungsprozess erfolgt mit Fernwärme. Die Weiterverwertung des in der Region anfallenden Klärschlamms vor Ort wird sukzessive gesteigert – und so immer mehr Kohle ersetzt.
| Brennstoff | Erdgas |
| Baujahr | GT 1: 2021 |
| GT 2: 2021 | |
| Heißwasserkessel: 1986 / 2009 | |
| Elektrische Leistung | GT 1: 15,6 MW |
| GT 2: 31,5 MW | |
| DT 9,8 MW | |
| Thermische Leistung | GT 1: 6,3 MW |
| GT 2: 12,1 MW | |
| DT: 40,9 MW | |
| Heißwasserkessel: 20 MW | |
| Brennstoffausnutzungsgrad | 88,2 Prozent* |
Die Anlage kombiniert zwei Gas- und eine Dampfturbinenanlage mit Heisswasserkessel zur Strom- und Fernwärmeerzeugung. Der Leitstand ist in die Zentralwarte des Standorts integriert.
Durch den Einsatz von Gas ist das Gasturbinen-Heizkraftwerk besonders flexibel steuerbar. Außerdem ist die Anlage technisch darauf ausgelegt, künftig Wasserstoff anteilig mitzuverbrennen.
| Elektrische Leistung | 336 kW |
| Baujahr | 1892 / 1999 |
| Versorgung | ca. 1.000 Haushalte in Kassel mit regenerativ erzeugtem Strom |
Im Laufwasserkraftwerk an der Fulda laufen zwei Kaplanturbinen mit einer elektrischen Leistung von 336 kW.
Der Betrieb erfolgt durch die Städtische Werke Netz + Service GmbH.
Das Müllheizkraftwerk ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Abfallverwertung und Energieversorgung. Die Energiegewinnung aus der Verbrennung von Hausmüll- und Gewerbeabfällen reduziert den Einsatz konventioneller Primärbrennstoffe – und das schon seit 1985.
Heute wird ganzjährig etwa ein Drittel der Kasseler Fernwärme durch das Müllheizkraftwerk erzeugt. Der erzeugte Strom wandert direkt in das Stromnetz der Städtische Werke Netz + Service GmbH.
Nähere Informationen zum Müllheizkraftwerk finden Sie unter mhkw-kassel.de.








